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von mir für euch

Wer einen Wein für sich ganz alleine im Kämmerlein genießen kann ist schlichtweg zu beneiden. Das ist Lebensqualität auf höchstem Niveau. Andererseits kann der Wein aber auch als prädestiniertes Begleitinstrument für ein akustisches oder visuelles Erlebnis dienen, um Leib und Seele zu verwöhnen. Und wenn dabei dem Geist noch neue Horizonte eröffnet werden, ist für mich der Sinn und Zweck meiner Veranstaltungen erfüllt.

Diese Veranstaltungen beinhalten Vorträge, Filmevorführungen, Kammerorchesterkonzerte, Schauspiele, Lesungen sowie natürlich spezielle Seminare rund um den Wein, die von interessanten, spannenden Menschen für uns dargeboten werden. Da die Weinerei ein kleiner aber konzentrierter Ort ist, bitte ich unter wein@weinerei-feser.de um Anmeldungen, damit dabei keiner im Regen stehen bleibt.


25. Von mir für Euch

"Alle sieben Wellen" - Szenische Lesung nach dem Fortsetzungs-Bestseller von Daniel Glattauer „Gut gegen Nordwind“ - mit der Theaterpädagogin und Buchautorin Claudia Pflaum und dem Schauspieler Markus Stöppler.

Samstag, den 17. März 2012, 20.00 Uhr, Einlass 19.00 Uhr

Wer letzten November ihre Lesung “Gut gegen Nordwind“ verfolgen durfte, weiß um die rhetorisch-schauspielerischen Talente von Claudia Pflaum und Markus Stöppler. Bei Glattauers virtuosem E-Mail-Stakkato-Fortsetzungs-Bestseller werden wir als süchtig gewordenes Publikum mit Sicherheit durch ihre höchst raffinierte Dramaturgie wieder mitten ins Geschehen geholt, wenn Emmi und Leo – diesmal vielleicht doch zu Potte kommen sollten? In „Alle sieben Wellen“ wird die virtuelle Liebesgeschichte mit Fantasie, Sprachwitz, geistreicher Ironie, Schlagfertigkeit, Pointenreichtum und flottem Tempo weitergesponnen, die Intensität der Turbulenzen setzt sich kontinuierlich fort, das beispiellos-nervenaufreibende Treiben der beiden tragischen Romanhelden wirkt durch ihre charmante, meist weingeschwängerte Korrespondenz überaus kurzweilig. Aber apropo „weingeschwängert“: Was die beiden Protagonisten uns vortrinken sollte uns als kulturoptimistisches Publikum dazu beflügeln nicht Stille zu halten. An diesem Abend sollten wir unsere solidarische Haltung ihnen gegenüber ein Denkmal setzen, indem wir uns konsequent – wie wir nun mal sind - den verbotenen Früchten furchtlos hingeben.

Vorschau: Am Samstag, den 28. April stellt der ins Profitum avancierende Liedermacher Raphael Gottlieb seine neue CD „Strandgut“ vor. In der einschlägigen Presse wird er in einem Atemzug mit Reinhard Mey genannt.

Da im Heuweilerweg nur sehr begrenzte Parkplätze zur Verfügung stehen, möchte ich Sie bitten am Gasthaus Sonne (zwei min. zu Fuß) oder am Sportplatz (10 min. zu Fuß) zu parken.


24. Von mir für Euch

Wegen großer Nachfrage dürfen wir uns ein weiteres Mal freuen:
"Klaus Echle: Faszination Wildtiere im Schwarzwald"
Samstag, 3. März 2012
20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

Es ist der Weinerei ein große Ehre Ihnen auch dieses Jahr einen Lichtbildvortrag von Klaus Echle präsentieren zu dürfen. Seine unerhört ästhetisch-künstlerischen Bilder unserer Schwarzwälder Fauna rauben sogar einem heimatverachtenden Naturatheisten den Atem. Herr Echle ist mehrfacher Preisträger nationaler, europäischer sowie globaler Wettbewerbe, u.a. wurde er mehrere Jahre hinweg vom renommiertesten Naturfotografenwettbewerb der Welt, dem „Wildlife Photographer of the Year“, organisiert vom Londoner Natural History Museum und dem BBC, ausgezeichnet. Damit zählt er nicht nur zu den Champions-League-Gewinnern, sondern zu den Weltmeistern der Naturfotografie. Sein versiertes Wissen als Schwarzwälder Revierförster thematisiert Verhaltensweisen, ökologische Zusammenhänge, das Verhältnis Mensch-Natur/Tier sowie bedrohte Arten und Lebensräume. An diesem Abend werden wir, gewürzt mit den verbotenen Früchten, staunend und ehrfurchtsvoll auf eine faszinierende Welt vor unserer Haustür blicken, deren bezaubernde Eleganz und vollendete Schönheit wir so noch nie bewundern durften.
Da im Heuweilerweg nur sehr begrenzte Parkplätze zur Verfügung stehen, möchte ich Sie bitten am Gasthaus Sonne (zwei min. zu Fuß) oder am Sportplatz (10 min. zu Fuß) zu parken.


23. Von mir für Euch

Cherrychords
Samstag, den 28. Januar 2012, 20.00 Uhr, Einlass 19.00 Uhr

Die Weinerei hat allen Grund zum jubilieren, weil sie Ihnen als Jahresauftaktkonzert zwei hochkarätige Gitarristen und Songwriter präsentieren darf, die seit Jahrzehnten europaweit große Erfolge feiern. Ihre Erste CD wurde von keinem geringeren als dem Godfather der Roots-Musikszene, Ray Austin, produziert und letztens traten sie als Vorgruppe für Reamonn auf. Elke Sachsenmaier gilt längst als die „Grande Dame“ der Szene; Niels Kaiser ist seit Jahren einer der meistbeschäftigten Musiker im süddeutschen Raum; beide sind als Sänger, Gitarristen oder Songwriter in diverse Musikprojekte involviert (u.a. Ray & Friends, Atomic Rodeo, Many & The Teddyshakers, Kim Carson, Liquid Laughter Lounge Quartett, Shane Brady). Ganz in der Tradition angloamerikanischer Größen wie Lennon/McCartney, Emmylou Harris, Neil Young, Bob Dylan, Fleetwood Mac oder Tom Patty werden sie uns zwischen britischem Rock und Americana die ungestüme Kraft des Rock´n´Roll sowie die Leidenschaft des 60er Jahre Folk und Country, sowohl in eigenen Songs als auch in Coverversionen, spüren lassen. Zwischen melodischen Läufen und rasanten Solis werden wir im Sog der verbotenen Früchte den Sound eines souveränen Gitarren-Duos auf zwei Barhockern erleben, wie er authentischer nicht sein könnte.

Da im Heuweilerweg nur sehr begrenzte Parkplätze zur Verfügung stehen, möchte ich Sie bitten am Gasthaus Sonne (zwei min. zu Fuß) oder am Sportplatz (10 min. zu Fuß) zu parken.


22. Von mir für Euch

"Afrikanisches Vorweihnachten" - am 3.12. und 10.12.2011

Die Trommelschule „Afrikaba“ mit der Tänzerin „Keke“

03.12.2011, 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

und
Quad-Afrika
10.12.2011, 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

Die Trommelschule „Afrikaba“ mit der Tänzerin „Keke“ am 3.12.2011
Wir wissen nicht ob die Gattung Homo, als sie vor etwa zwei Millionen Jahren von Afrika aus zur Eroberung der Welt auszog, auch ihre Trommeln mitschleppten. Doch wohl schon beim ersten Schlag dürften die Klänge der sogenannten Membranophone sowohl als kontemplatives Mittel als auch förderndes Medium für den Trancezustand im Rahmen von kultischen oder schamanistischen Ekstasetechniken gedient haben. An diesem Abend wird uns ähnliches erwarten, wenn die westafrikanischen Rhythmen bei uns sämtliche Sinnesorgane zum Schwingen bringen werden. Der Ghanaer Gründer der renommierten Trommel- und Tanzschule „Afrikaba“ in Herbolzheim, Raphael Kofi, wird mit seinen erwachsenen Schülern und den original verwendeten Kpanlogo-Trommel mit ihrem warmen, tiefen Klang neue Bewusstseinshorizonte ansteuern, die wir nur noch zu entern brauchen. Und gerade als ich jetzt diese Mail verschicken wollte, erreicht mich die unglaubliche Nachricht, dass die sehr beeindruckende Tänzerin „Keke“ (siehe Photo) zum Klang der Trommeln ihre traditionell-afrikanischen Tänze aufführen wird. Da fehlen mir die Worte. Womit haben wir dieses einmalige Ereignis hier in der Weinerei überhaupt verdient?

Quad Afrika am 10.12.2011
Es muss wohl ein Geschenk des Dicken mit dem weißen Bart sein, dass uns so kurz vor Weihnachten noch solch ein wunderbares Ereignis ereilen wird. Die mit höchster Professionalität spielende Gruppe „Quad-Afrika“ genießt in der Szene Kultstatus. Mit ihrem Mix aus afrikanischen Stilen, jazzigen Improvisationen, funky grooves, traditionellen Rhythmen und einem großen Spektrum an perkussiven Sounds haben sie sich unsterblich ins Olymp der Musikgötter gespielt. Die Weinerei verbeugt sich ehrfürchtig vor so viel musikalischem Genie und bedankt sich jetzt schon bei Quad-Afrika für das Jahreabschlußkonzert 2011, welches uns mit dem ein oder anderen Fläschchen der verbotenen Früchte für die nächsten zwei Millionen Jahre Menschheitsgeschichte stets in Erinnerung bleiben wird.
Die Musiker von Quad-Afrika sind:
Raphael Kofi - Ghana: Der Initiator des African Music Festivals in Emmendingen spielte bereits mit 6 Jahren die Kongas. Er ist auch der Gründer der 2002 eröffneten Trommel- und Tanzschule „Afrikaba“ in Herbolzheim.
Mamoudou Doumbouya - Guinea: Der aus einer Musikerfamilie stammende Gitarrist spielt zudem Perkussion und ist Sänger. Sein Lehrer war niemand geringerer als Gesoumory Kantè.
Djeli Kouyate - Guinea: Der Virtuose auf dem Balafon (auch Gitarre und Gesang) machte als musikalischer Leiter die Berliner Gruppe „Konkoba“ im deutschsprachigen Raum bekannt. In seiner Heimat Guinea spielte er unter anderem mit „Etoile de Guinee“.
Werner Englert – Deutschland : Der Star-Musiker, Pädagoge, Komponist und Arrangeur Werner Englert engagiert sich seit beinahe 30 Jahren für die musikalische Aus- und Weiterbildung und für die Verbreitung von musikalischen und musikpädagogischen Ideen. In den 80er Jahren war Werner Englert künstlerischer Leiter der Jazz- und Rockschule in Freiburg. Seit 1991 ist er Leiter und Inhaber des Music-Lab in Emmendingen und Lörrach.

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21. Von mir für Euch

"Gut gegen Nordwind" - Szenische Lesung nach dem Bestseller von Daniel Glattauer - mit dem Schauspieler Markus Stöppler und der Theaterpädagogin und Buchautorin Claudia Pflaum.

Samstag, den 12. November 2011, 20.00 Uhr, Einlass 19.00 Uhr

Was sich hier durch eine fehlgeleitete Email zwischen den beiden Protagonisten anbahnt ist eine Liebestragödie, ein schicksalhafter und vermeindlich unlösbarer Konflikt zwischen zwei sich potentiell Liebenden. Durch ihre Unentschlossenheit und nicht existenter Was-kostet-die-Welt-Mentalität ist keiner von ihnen imstande endlich einmal die erlösende Initiative zu ergreifen. Am liebsten möchte man diesen beiden völlig verkopften Zeitgenossen zurufen, dass sie in Gottes Namen jetzt endlich einmal zu Potte kommen sollten und wenn es nur für eine Nacht wäre. Dieses Rumgeeiere ist kaum noch zu ertragen. Als dann auch noch der Ehemann etwas spitz kriegt ist man fast schon gewillt ihn dazu aufzufordern doch die eine oder den anderen zu zerstückeln und in Säure aufzulösen, damit dieses Trauerspiel der Erwartungen und Hoffnungen endlich sein verdientes Ende findet. Doch es kommt wieder mal ganz anders als erwartet…

Es ist nicht nur des pfiffig-humorigen Bestsellers von Daniel Glattauer geschuldet warum diese Lesung mittlerweile landesweit große Erfolge feiert, sondern vor allem den rhetorisch-schauspielerischen Talenten von Claudia Pflaum und Markus Stöppler, die mit ihrer höchst raffinierten Dramaturgie ihr Publikum mitten ins Geschehen holt. Doch um sich von den Charakteren der tragischen Romanhelden klar abzugrenzen werden wir uns ohne wenn und aber, ohne mit der Wimper zu zucken, voller Tatendrang und Willensstärke jegliche, uns greifbaren verbotenen Früchte konsequent bis zur beispiellosen Sättigung unserer Trinklust dankbar hingeben.

Vorschau: Am 18. November wird die Weinerei am bundesweiten Vorlesetag, initiiert von der Wochenzeitung „DIE ZEIT“, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn, mitmachen. Von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr wird für die 6-8 jährigen vorgelesen, von 19.00 Uhr bis 20.15 Uhr für die neunjährigen aufwärts. Kinder dürfen auch ihre Eltern mitbringen, müssen dies aber nicht!

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20. Von mir für Euch

"Die wilde Mathilde" - Improvisationstheater
an diesem Abend mit Helga Schirmer, Karima Ramadan, Rahel Schlumberger und Peter Bauer

Samstag, den 15. Oktober 2011, 20:00 Uhr, Einlass 19:00 U

Eine tragende Rolle in einem klassischen Theaterstück zu spielen ist im Vergleich zum Improvisationstheater ungefähr so wie eine All-Inclusive-Pauschalreise im Vergleich zum mutigen Trampen nach Nirgendwo. Weder das Ensemble noch wir ahnen auch nur im entferntesten, welche Wege wir wann einschlagen um keinem Ziel zu folgen. Es ist der Sieg des unbewussten Gedankenblitzes über die reflektierende Überlegung, des temporeichen Witzes über die tiefsinnige Papstrede und schließlich der Sieg der nimmermüden Flexibilität über die verrostete Weingesetzgebung; kurzum, der verneinende Intellekt weicht der Phantasie.
Auf unser Zurufen werden die Akteure z.B. Gefühle, Orte oder Berufe aufgreifen und zu witzig absurden Szenen verarbeiten. An diesem Abend werden wir mutig und flexibel wie wir nun mal sind spontan einige verbotene Früchtchen unseren überraschten Kehlen zuführen, um uns ganz dem Hier und Jetzt, der Spannung des Augenblicks und unserer beneidenswerten Neugier neues Terrain zu erobern, hinzugeben.
Das Resümee einer Publikumsstimme: "Die wilde Mathilde ist die geilste, lustigste, phantasievollste und abgedrehteste Truppe, die ich kenn. Ich habe Tränen gelacht!"

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19. Von mir für Euch

Macht Durst aus Wasser wirklich Wein?
Samstag, 1.Oktober 2011, 20.00 Uhr, Einlass 19.00 Uhr

Es sollte ja eigentlich nicht an die große Glocke gehängt werden, aber 4/5tel des Weines besteht aus nichts anderem als Wasser! Und während es in der Weinerei einem Sakrileg gleichkommt seinen Wein als Schorle zu enthaupten, war es in der Antike nur ein Kennzeichen der Barbaren unverdünnten Wein zu trinken, oder man benutzte ihn als Geheimwaffe, so wie Odysseus, um den einäugigen Zyklopen Polyphem in Tiefschlaf zu versetzen. Etwas später bemerkt der mittelalterliche, katalanische Gelehrte Eiximenis, dass die Franzosen "am liebsten noch das Wasser abschütteln, dass sich bei Regen auf dem Weinstock ansammelt". Bis es dann ab dem 17 Jh. frischeres Trinkwasser in den Städten gab stand ganz Europa unter einem kollektivem Alkoholrausch. Der Dichter, Poet, Prosaist, Lyriker und Literat Roland Zipfel, genannt Ziro! (www.ziro-event.de), wird uns an dieser Veranstaltung aber nicht nur die Nähe des Wassers zum Wein deuten, sondern das Wasser in all seinen Facetten beleuchten und mit seinem "HANG" musikalisch untermalen, ein entfernt an die Calypso-Bewegung erinnerndes Instrument, welches aussieht wie ein umgedrehter, verbeulter Wok und eine Innovation der Steeldrum darstellt. An diesem Abend werden wir uns von den Panschgewohnheiten antiker Hochkulturen verächtlich abwenden und die unverfälschte Trinkkultur unserer auf den Bäumen lebenden und steineschmeissenden Vorfahren hochleben lassen sowie alles geben, um diesem Andenken an Trinkfestigkeit Ehre zu gereichen.

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18. Von mir für Euch

Flo im Ohr - klingende Dichtung - schallende Poesie,
Konzert mit Florian Volkmann, Florens Meury & Band

Freitag, 23. September 2011, 20.00 Uhr, Einlass 19.00 Uhr

Florian Volkmann ist wahrlich ein Vollblutkünstler, ein Allround-Talent mit einem schier unerschöpflichen Facettenreichtum und Produktivitätsdrang. Als gelernter Virtuose auf einem halben Dutzend Instrumenten, Komponist und Theaterschauspieler (u.a. ist er seit 2005 Meisterschüler des Kompositionstheaters der Hochschule der Künste in Bern) könnte er die Weinerei-Veranstaltungen für mehrere Monate bestreiten, ohne dass es zu Überschneidungen kommen würde. Er ist Preisträger verschiedener Liedermacherwettbewerbe, Internationaler Theaterfestivals sowie von Kunst- und Wissenschaftspreisen, Publikumspreisen etc. Gemeinsam mit Florens Meury hat er den Grundstock für sein neuestes Projekt, Flo im Ohr, geschaffen. Während die Kompositionen und Texte aus seiner poetischen Feder stammen haben beide sämtliche Instrumente arrangiert und eingespielt. Herausgekommen ist eine Liedermacher-CD, durchsetzt mit Volks-Pop-Jazz-Reggae-Ethno…kurzum, Welt-Musikstilen, die wir als handverlesenes Publikum mit unserer über jeden Zweifel erhabenen, fachlich höchst versierten Urteilsfähigkeit als eine der Ersten lauschen dürfen. Mit der qualitativen Unterstützung zahlreicher verbotener Früchte werden wir an diesem Abend in klangliche Transzendenzen vordringen, die bis dato fern jeglicher Vorstellungkraft lagen.

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17. Von mir für Euch

Das Urmel aus der Tiefe – Der Pfeilschwanzkrebs,
Bildervortrag von Dr. Beate Mittmann

Samstag, 23. Juli 2011 20.00 Uhr, Einlass 19.00 Uhr

Wissenschaftler befassen sich häufig mit Themen, die bei der arbeitenden Bevölkerung ungläubiges Kopfschütteln verursachen. Jenes vorsintflutliche Fossil, über das Dr. Mittmann seit Jahren intensiv forscht und sich damit einen Namen als weltweit qualifizierteste Koryphäe machte, scheint zunächst so eines zu sein. Der harmlose Pfeilschwanzkrebs sieht aus wie eine Kreuzung zwischen Languste und Krabbe, hat sich seit sage und schreibe 500 Millionen Jahren kaum verändert und damit selbst Dinosaurier kommen und gehen sehen. Hätte Darwin an Stelle seiner Finken diese Überlebenskünstler erforscht, wäre ihm die Evolutionstheorie wohl verborgen geblieben. Doch ob sie uns als sogenannte Krönung der Schöpfung überleben, die sie als Dünger, Fischköder, für kulinarische, medizinische und pharmazeutische Zwecke einsammelt, zerhackt und ihr blaues Blut abzapft, wird sich womöglich in den nächsten Jahren entscheiden. Ob die Weinerei dieses biblische Alter erreichen wird wissen wir nicht, aber mit der bedingungs- und zeitlosen Hingabe an die verbotenen Früchte werden wir an diesen Abend eine außergewöhnliche Wissenschaftlerin erleben und uns gemeinsam solidarisch mit all den bedrohten Kriechtieren erklären, die unseren Planeten als Pioniere mit Leben erfüllten und uns ob ihrer Perfektion staunen lassen.

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16. Von mir für Euch

DYLAN NIGHT
Samstag, 4. Juni, 20.00 Uhr, Einlass 19.00 Uhr

"How does it feel to be without a home, like a complete unknown, like a rolling stone?" Dies, vom Rockmagazin "Rolling Stone" zum "greatest song of all times" gekürt, ist nur die Spitze einer literarischen Komplexität, wie sie bis dahin unerreicht war. Bob Dylans lyrische Kompositionen, seine psychedelisch absurden Texte waren einen Pullitzer-Sonderpreis wert und sogar die Anwärterschaft auf den Literatur-Nobelpreis. Musikalisch vereinte er jeden Widerspruch in sich, prägte aber wohl gerade deshalb wie kaum ein Anderer die traditionelle, populäre amerikanische Musik von Folk über Country bis hin zu Gospel, Blues und Rock´n Roll. Die Dylan-Konzerte mit Hajo Lorenz (Gitarre, Gesang, Lap Steel, Dobro), Michael Morrissey (Gitarre & Gesang) und Thomas Lipps (Kontrabass) sind in der Weinerei Kult und in der Szene legendär. Ebenso wie es Dylan immer wieder gelungen ist seinen Stil zu transformieren und zu erweitern, verstehen es auch sie mal dicht am Original zu bleiben, um dann wieder neue Wege zu beschreiten, ohne an Authentizität zu verlieren. An diesem Abend wird der Mythos einer Underdog-Legende leibhaftig und sich mit den verbotenen Früchten zum spiritualen Abenteuer veredeln.

PS. an Thomas Bauer & Band: Danke, Danke, Danke. Eure Auftritte müssten von der Krankenkasse als vorbeugende Maßnahme gegen jegliches psychisches Unwohlsein gefördert werden! Ich werde nicht ruhen, bis ich Euch wieder mit den Nackten Weinen aus verbotenen Früchten in die Weinerei locken kann.

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15. Von mir für Euch

Märchen in der Abenddämmerung
Fr. 13. Mai 2011, 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

"Es war einmal eine Frau, die ihren Mann so akzeptierte wie er war, ihm anständige, wohlerzogenen Kinder gebar und ihm auch dann noch ein warmherziges Lächeln schenkte, wenn er mal wieder mit seinen Kumpels in der Kneipe versackte…" Diese Zeilen sind für Jedermann und -frau klar als Märchen zu erkennen! Doch was uns die drei äußerst versierten Märchenerzählerinnen Silvia Arens aus Greifswald, Petra Lehmann aus Vörstetten und Doris Zentara aus Karlsruhe darbieten ist Erzählkunst - für Erwachsene - auf höchstem Niveau.

Horch auf die Töne, die du nicht siehst.
Sieh die Wahrheiten, die du hörst.
Fühl den Zauber, der dich umhüllt.
Tauch in den Brunnen der Dunkelheit
Und hol die goldene Kugel ans Licht.
Lass die Märchen zu dir sprechen.
(Petra Lehmann)


Wir werden uns auf eine fantastische Reise rund um den Globus begeben, auf der wir mit Drachen kämpfen, uns in dunklen Wälder verirren, Schwiegermütter und andere Hexen überlisten und wenn wir bis dahin nicht gestorben sind die hübsche Prinzessin, respektive den Prinzen heiraten (müssen). An diesem Abend werden wir nur durch den Genuss großer Mengen an verbotener Früchte wieder in das uns geliebt-verhasste, aber handfeste, irdische Dasein zurückfinden.
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14. Von mir für Euch

Thomas Bauer & Band - On the Right Side of Forty
Sa. 07. Mai 2011, 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

Das Titellied der neuen CD ist all den beneidenswerten Menschen gewidmet, die sich voll im Saft der letzten Lebenshälfte suhlen. Stücke wie "Bars of this Town" oder "Pot Smoking American Girl" sind Hymnen existenzieller Krisen, verlorengegangener Liebesmühen und natürlich dem Platz am einsamen Tresen, der letzte Halt für alle Cowboys, who never be turned into fools, nothing can take off their cool… Der nur durch eine unfähige Jury für die Teilnahme am Eurovision Song Contest abgelehnte Singer/Songwriter Thomas Bauer (Gesang & akustische Gitarre) wird uns mit den kaltblütigsten Typen der US-amerikanischen Volksmusik Tamer Demirel (elektrische Gitarre), Thomas Lipps (Bass) und Hans Brugger (Schlagzeug) einen Country-Abend vom feinsten bieten, gewürzt mit einer Prise Folk, Bluegrass und Rockabilly. Unter dem Einfluss großer Mengen verbotener Früchte werden wir in den endlosen Weiten des Wild Valleys jene Coolness in uns entdecken, die wir für das Gras brauchen, dass wir über alles wachsen lassen sollten.
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13. Von mir für Euch

Solokonzert mit Michael Morrissey Sa. 16. April 2011
20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

Als Singer/Songwriter gehört der aus Dublin stammende Michael Morrissey fast schon zu einer aussterbende Spezies. Inspiriert von ähnlichen Dinosauriern wie Bob Dylan, Neil Young, Cole Porter, Gene Clark und Joni Mitchell wirkt er durch seine balladenhafte, wärmende Stimme überaus authentisch. Der Sound einer Generation, die durch materiellen Minimalismus und ihrem soziopolitischen Anspruch jegliche Konventionen des bürgerlichen Lebens ad absurdum zu führen versuchte. Seit 16 Jahren der Beweis einer erfolgreichen Integration, spielt er landesweit als lonesome seine „three-minutes-movies“, wie er sie nennt, Geschichten über Liebe und Lügen - was letztlich ein und dasselbe ist. Er muss es wissen, schließlich verlies er seine grüne Insel wegen eines verführerischen, bollenhuttragenden Mädels. Im Rausch der verbotenen Früchte wird uns Mr. Morrissey die Hoffnung auf eine Welt wiedergeben, bei der ein Mann mit einer Gitarre auf dem Rücken noch mehr Symbolkraft besaß als die Freiheitsstatue.
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12. Von mir für Euch

The one and only (Anm. d. Red.)Dr. Heiko Feser, Wie die Weinerei zu ihrem Dr. kam! Samstag, 12. März 2011
20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

Eine kleine, verrucht-gefürchtete Indianergruppe im Oberen Amazonasgebiet wird von Erdölgesellschaften, Missionaren, Kolonisten, Tourismusunternehmen, Militärs und vielen anderen „Zivilisierten“ heimgesucht. Der Autor rechnet schonungslos mit all diesen Interessengruppen ab, wobei er sich nicht von den immer noch kursierenden Klischeevorstellungen von „Gut“ und „Böse“ leiten lässt. Ebenso wird das Bild des Indianers als passives Opfer revidiert, es wird gewissermaßen „entmystifiziert“. Sie treten als berechnende Menschen mit entsprechenden Absichten auf. Doch gerade ihrer uferlosen Neugier und aberwitzigen Prestigesucht, ihrem ungeheuren Ehrgeiz und grenzenlosem Selbstbewusstsein, aber vor allem ihrem radikalen Pragmatismus und nicht zuletzt ihrer todsicheren Aggressivität haben sie es zu verdanken, nicht in die Bedeutungslosigkeit der netten Indianer von nebenan gerutscht zu sein. Die vorgebrachten Erkenntnisse dieser vierjährigen Feldforschung lösten in der Fachwelt heftige Diskussionen aus, die, zur großen Genugtuung des Autors, vom ungläubigen Kopfschütteln bis zum Vorwurf des Verrats am Loyalitätsprinzip reichten. Im Rausch der verbotenen Früchte wird uns dieser Abend für alle Zeiten unsere als unverrückbar geglaubten Vorstellungen von Gut und Böse, von gütig und ausbeuterisch, von edel und unmoralisch austreiben.
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11. Von mir für Euch

Wegen großer Nachfrage dürfen wir uns ein zweites Mal freuen:
"Klaus Echle: Faszination Wildtiere im Schwarzwald"
Samstag, 12. Februar 2011
20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

Die erste uns erhaltene Fotografie schuf Nicéphore Niépce 1826. Das Motiv war der achtstündigen Belichtungszeit geschuldet, ein Allerweltshinterhof irgendwo im Burgund. Klaus Echle hat mit seinen Motiven weit mehr Aufwand; er muss ihre Fährte aufnehmen oder wochenlang auf sie lauern, um sie dann im vortrefflichsten Moment blitzschnell einzufangen. Seine unerhört ästhetisch-künstlerischen Bilder unserer Schwarzwälder Fauna rauben sogar einem heimatverachtenden Naturatheisten den Atem. Herr Echle ist mehrfacher Preisträger nationaler, europäischer sowie globaler Wettbewerbe, u.a. wurde er mehrere Jahre hinweg vom renommiertesten Naturfotografenwettbewerb der Welt, dem „Wildlife Photographer of the Year“, organisiert vom Londoner Natural History Museum und dem BBC, ausgezeichnet. Damit zählt er nicht nur zu den Champions-League-Gewinnern, sondern zu den Weltmeistern der Naturfotografie. Sein versiertes Wissen als Schwarzwälder Revierförster thematisiert Verhaltensweisen, ökologische Zusammenhänge, das Verhältnis Mensch-Natur/Tier sowie bedrohte Arten und Lebensräume. An diesem Abend werden wir, gewürzt mit den verbotenen Früchten, staunend und ehrfurchtsvoll auf eine faszinierende Welt vor unserer Haustür blicken, deren bezaubernde Eleganz und vollendete Schönheit wir so noch nie bewundern durften.
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10. Von mir für Euch

Lesung mit Dr. Peter Priskil: „Verlaine und der Absinth“ Samstag, den 22. Januar 2011, 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr.

Der Historiker, Literaturwissenschaftler, praktizierende Psychoanalytiker, Mitherausgeber verschiedener Zeitschriften für klassische Psychoanalyse sowie wortvirtuoser Autor zahlreicher Veröffentlichungen von Büchern und CDs und nicht zuletzt einer der begnadetsten und eloquentesten Vorleser des Okzidents wird uns diesen Abend in die abgründige Welt des französischen Dichters Paul Verlaine (1844-1896) entführen. Verlaine tritt dem Betrachter als merkwürdig zerrissene und vielschichtige Persönlichkeit entgegen: als feinsinniger Poet und alkoholsüchtiger Gewaltmensch, als Anhänger der Pariser Commune und zeitweise glühender Katholik, als Bürger und Vagabund, Ehemann und Homosexueller, Melancholiker und Sarkast. Leitlinie seines künstlerischen Schaffens wie seines gesamten Lebens war, wie Peter Priskil in seiner Studie darlegt, der Kampf um die Wahrung seiner Identität: die Anpassungsverweigerung. Dieses zunächst als undurchdringliches Dunkel wahrgenommene Schattenreich menschlicher Zerrissenheit wird durch die selbstlose Hingabe an die verbotenen Früchte in uns jene geistigen Blitze aufleuchten lassen, die wir dann wiederum als Voraussetzung für das ungetrübte Verstehen von Verlaines Gedankenwelt benötigen.
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9. Von mir für Euch

Filmabend: „Die Welt ist keine Gerade - Artur entdeckt Afrika“ Sonntag, 5. Dezember 2010, 18.00 Uhr, Einlass 17.30 Uhr.

Nie werde ich die vernichtenden Blicke so mancher hochsensibilisierten Mutter vergessen, wenn ich früher meine Kinder auf dem Motorrad vom Kindergarten abholte oder sie zu ihren Freunden fuhr. Wie gerne würde ich sie zwingen sich diesen Film anzuschauen! Was für ein glorreiches Zeugnis väterlicher Pädagogik. Artur, der aufgeweckte, achtjährige Hauptdarsteller des Films, reist mit seinem Vater auf dem Motorrad 7000 km quer durch den afrikanischen Kontinent. Dabei lernt er u.a. typisch männlich-rhetorische Stilmittel und Problemlösungsansätze kennen, die z.B. die Effizienz väterlichen Handelns unterstreichen, und die er treffend kommentiert: „Witzig find ich immer, wie mein Papa sich aufregt. Der ruft dann einmal `Scheiße`, und dann gibt er Gas und fährt raus aus dem Schlamasel, den er angerichtet hat.“ Arturs Weltgewandtheit und philosophisch anmutenden Erkenntnisse, die er auf diesem Abenteuer gewinnt, sind ein atemberaubendes Denkmal kindlicher Scharfsinnigkeit. Eine wahrhaft spannende und kurzweilige Kombination aus Road-Movie und Reisedokumentation, die uns wie schon einmal in der Weinerei („Der Weg als Ziel“ am 15.01.2010) von Laurens Krämer, einer der drei Motorradfahrer dieser Reise, präsentiert wird. Mehr Infos und einen Trailer unter: www.2radkamele.de
Da im Heuweilerweg nur sehr begrenzte Parkplätze zur Verfügung stehen, möchte ich Sie bitten am Gasthaus Sonne (zwei min. zu Fuß) oder am Sportplatz (10 min. zu Fuß) zu parken.


8. Von mir für Euch

"Klaus Echle: Faszination Wildtiere im Schwarzwald" Samstag, 13. November 2010
20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

Die erste uns erhaltene Fotografie schuf Nicéphore Niépce 1826. Das Motiv war der achtstündigen Belichtungszeit geschuldet, ein Allerweltshinterhof irgendwo im Burgund. Klaus Echle hat mit seinen Motiven weit mehr Aufwand; er muss ihre Fährte aufnehmen oder wochenlang auf sie lauern, um sie dann im vortrefflichsten Moment blitzschnell einzufangen. Seine unerhört ästhetisch-künstlerischen Bilder unserer Schwarzwälder Fauna rauben sogar einem heimatverachtenden Naturatheisten den Atem. Herr Echle ist mehrfacher Preisträger nationaler, europäischer sowie globaler Wettbewerbe, u.a. wurde er mehrere Jahre hinweg vom renommiertesten Naturfotografenwettbewerb der Welt, dem „Wildlife Photographer of the Year“, organisiert vom Londoner Natural History Museum und dem BBC, ausgezeichnet. Damit zählt er nicht nur zu den Champions-League-Gewinnern, sondern zu den Weltmeistern der Naturfotografie. Sein versiertes Wissen als Schwarzwälder Revierförster thematisiert Verhaltensweisen, ökologische Zusammenhänge, das Verhältnis Mensch-Natur/Tier sowie bedrohte Arten und Lebensräume. An diesem Abend werden wir, gewürzt mit den verbotenen Früchten, staunend und ehrfurchtsvoll auf eine faszinierende Welt vor unserer Haustür blicken, deren bezaubernde Eleganz und vollendete Schönheit wir so noch nie bewundern durften.
Da im Heuweilerweg nur sehr begrenzte Parkplätze zur Verfügung stehen, möchte ich Sie bitten am Gasthaus Sonne (zwei min. zu Fuß) oder am Sportplatz (10 min. zu Fuß) zu parken.


7. Von mir für Euch

"Der Weinbohemien" Samstag, 25. September 2010, 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

Wer kennt das nicht: In durstiger Runde werden analog der geleerten Flaschen die verbalen Äußerungen immer wertvoller. Wein und Poesie waren seit Menschengedenken eng miteinander verbunden; das war wohl in den kalten Höhlen unserer ums Feuer sitzenden Urahnen kaum anders als bei uns modernen Trinkern. Und eben solch außergewöhnliche philosophisch-lyrisch-poetische Meisterleistungen der menschlichen Kulturgeschichte wird uns der begnadete Vorleser Roland Zipfel, genannt ZIRO! (www.ziro-event.de), nicht nur offenbaren, sondern auch mit seinem „Hang“ musikalisch untermalen, ein an die Calypso-Bewegung erinnerndes Instrument, welches aussieht wie ein umgedrehter, verbeulter Wok und eine Innovation aus dem Trinidader Steelpan darstellt. An diesem Abend wird uns der Glaube an den Menschen als eloquentes Wesen wieder erfüllen, und mit unserem willenlos gelebten Hang zu den verbotenen Früchten werden wir die Welt mit revolutionären, aus den Tiefen unseres Unterbewusstsein hervor sprudelnden, blitzgescheiten Weisheiten bereichern. Ergo bibamus.
Da im Heuweilerweg nur sehr begrenzte Parkplätze zur Verfügung stehen, möchte ich Sie bitten am Gasthaus Sonne (zwei min. zu Fuß) oder am Sportplatz (10 min. zu Fuß) zu parken.


6. Von mir für Euch

"WaGeWein Sänger" Samstag, 17. Juli 2010, 19.00 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr

“Es war an einem unschuldigen Freitagabend, als sich einige gestandene Männer in der Weinerei zur Verkostung einfanden. Die folgenden vier Stunden waren gekennzeichnet durch unzählig geleerte Flaschen, brüllendem Gelächter und lasterhaften Trinkliedern. Oh nein, es war kein Freitag wie jeder andere, sondern es war eine Erleuchtung. Einerseits, dass sich ein jeder glücklich schätzen kann, wenn er im Herbst seines Lebens echte Kumpels um sich weiß, mit denen man wandernder, singender und weintrinkender Weise durch die Lande zieht. Andererseits, dass in mir der Wunsch wuchs, Euch ein Konzert bieten zu können, welches völlig aus dem bisherigen Rahmen fällt. WaGeWein (Wandern, Gesang und Wein) ist ein urbadischer Männerchor, dem jegliche Konventionen des zivilisierten, mit etlichen Etiketten versehenen, seriösen Chorauftritts nichts anhaben konnten. Das sind Männer, trinkende, singende und anstößige Witze reißende Männer, wie sie im alten Germanien mit Keulen und Hacken durch die Wälder zogen und den Römern das Fürchten lehrten. Dieser Abend ist wahrlich nichts für pädagogisch hochsensibilisierte Walddorflehrer, nein, dies ist was für Frauen und Männer, die dem Leben voll zügelloser Heiterkeit ins Gesicht lachen und sich im Rausch der verbotenen Früchte von einem durch und durch grundehrlichen, charaktervollen Spektakel in eine längst vergessen geglaubte Welt wiederfinden wollen, die sich ein jeder irgendwann für sich selbst wünschen wird.
Da im Heuweilerweg nur sehr begrenzte Parkplätze zur Verfügung stehen, möchte ich Sie bitten am Gasthaus Sonne (zwei min. zu Fuß) oder am Sportplatz (10 min. zu Fuß) zu parken.


5. Von mir für Euch

"Dylan-Band" Samstag, 12. Juni, 19.00 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr

“How does it feel to be without a home, like a complete unknown, like a rolling stone?” Dies, vom Rockmagazin “Rolling Stone“ zum „greatest song of all times“ gekürt, ist nur die Spitze einer literarischen Komplexität, wie sie bis dahin unerreicht war. Bob Dylans lyrische Kompositionen, seine psychedelisch absurden Texte waren einen Pullitzer-Sonderpreis wert und sogar die Anwärterschaft auf den Literatur-Nobelpreis. Musikalisch vereinte er jeden Widerspruch in sich, prägte aber wohl gerade deshalb wie kaum ein Anderer die traditionelle, populäre amerikanische Musik von Folk über Country bis hin zu Gospel, Blues und Rock´n Roll. Da es mir in der Weinerei ein Bedürfnis ist eine Plattform für Künstler zu bieten, die sich mit Leib und Seele ihrer Sache verschrieben haben, kann es in dieser Hinsicht mit Hajo Lorenz und Jonas Birthelmer kaum noch eine Steigerung geben. Ihre Auftritte sind in der Szene legendär. Ebenso wie es Dylan immer wieder gelungen ist seinen Stil zu transformieren und zu erweitern, verstehen es auch sie mal dicht am Original zu bleiben, um dann wieder neue Wege zu beschreiten, ohne an Authentizität zu verlieren. Hajo Lorenz erfüllt mit seiner ruhigen Stimme und seinem harmonischen Gitarrenspiel den Part des zurückhaltenden Dylan. Jonas Birthelmer dagegen singt näselnder, spielt die Gitarre extrovertierter, entlockt der Mundharmonika auch schrille Töne. An diesem Abend wird der Mythos einer Underdog-Legende leibhaftig und sich mit den verbotenen Früchten zum spiritualen Abenteuer veredeln.
Da im Heuweilerweg nur sehr begrenzte Parkplätze zur Verfügung stehen, möchte ich Sie bitten am Gasthaus Sonne (zwei min. zu Fuß) oder am Sportplatz (10 min. zu Fuß) zu parken.


4. Von mir für Euch

"Ensemble Cuplet" Samstag, 1. Mai 2010, 19:00 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr

Es gab in der Kulturgeschichte des Menschen bedeutende Ereignisse, die den Lauf der Geschichte bestimmt haben wie z.B. die neolithische Revolution oder die Entdeckung Amerikas. Innerhalb der Musikgeschichte wird das Live-Konzert des Salonorchesters „Ensemble Cuplet“ ein vergleichbares Ereignis darstellen. Es ist mir eine große Ehre Ihnen das aus den Musikvirtuosen bestehende und 2001 gegründete Quartett präsentieren zu dürfen. Das stilistische Spektrum des Repertoires reicht von anregender Klassik über belebende Caféhaus - & Salonmusik bis hin zu charmanten Schlagern der 20er und 30er Jahre. Die von melancholischen Klängen bis hin zu beschwingter Tonkunst getragene Odyssee wird uns ebenso in die Welt der Wiener Heurigen als auch in die großen Ballsäle Europas von Budapest, Wien oder Paris entführen. An diesem Abend wird uns die Symbiose von verbotenen Früchten und der Genialität von Musik schlechthin über alle geistigen Grenzen hinweg in ein Paralleluniversum vollendeter Genugtuung tragen.
Ensemble Cuplet:
Conny Ferdinand: Akkordeon
Petra Staub: Klarinette
Lutz Thormann: Querflöte
Uschi Kopp: Geige, Percussion



3. Von mir für Euch

"Dosis sola fecit venenum" - Die Dosis allein macht das Gift (Paracelsus 1493-1541) Samstag, den 27. 03. 2010, 19.00 Uhr

Nachdem die Stunde des jüngsten Gerichts zu schlagen begonnen hatte und der schwarze Tod ganze Landstriche entvölkerte waren es vor allem die Klöster, die sich die Heilkraft der Kräuter in Erinnerung riefen. In dieser Zeit des finstersten Mittelalters erfüllten viele Pflanzen auch eine apotropäische Funktion, indem sie helfen sollten, finstere Mächte fern zu halten oder Dämonen und Zauberei zu exorzieren. Ob die Kräuter und das Räucherwerk der beiden Damen Gabi Dietz und Tatjana Pfister uns die supranaturalen Wesen vom Halse schaffen oder ob diese gerade deshalb mit uns über das gebührliche Maß hinaus den neuen Jahrgang 2009 genießen, bleibt offen. Der von Frau Dietz und Frau Pfister mit über 150 Heilpflanzen bestückte Klostergarten in Munzingen ist auf alle Fälle der sichtbare Beweis ihrer phytotherapeutischen Kenntnisse in Theorie und Praxis. Ihr äußerst fundiertes Wissen wird uns in unserem hypochondrischen Wahn nach Pharmazeutika industrieller Fertigung die Augen öffnen für Heilpflanzen, die jeder von uns in einem ökologisch bewirtschafteten Weinberg entdecken und auch bei sich zu hause im Garten anbauen kann. Das nenne ich wahrlich eine Offenbarung.

2. Von mir für Euch

„Der Weg als Ziel“ bzw. „Ein Ziel wäre im Weg“ Freitag, den 15. 01. 2010, 18.00 Uhr

Nach den dämonisch anmutenden Fabelwesen des letzten Vortrags möchte ich Euch nun einen nicht minder berauschenden Kosmos zu Füßen legen. In seinem Inneren wird er durch die magisch anziehenden Worte „Fernweh“ und „Abenteuer“ zusammengehalten. Jack London hätte den Akteuren dieser Geschichte, Frank Göpel, Georg Pink und Laurens Krämer kein atemberaubenderes Denkmal setzen können, als es diese drei Motorradfahrer auf ihrer Afrikaetappe quer durch die arabische Welt, Ägypten und den Sudan nach Äthiopien, auf das Hochland von Abessinien, für sich getan haben. Der sehr professionell aufbereitete und in der Szene Kultstatus genießende Film (60 min.), führt uns in eine Welt aus 7000 km Sturm und Sand, zügellosem Irrsinn, grenzenloser Gastfreundschaft und zeitlosem Einfallsreichtum. Spannend und kurzweilig lässt er unsere Gedanken in weiten Sphären um unsere eigene Sehnsucht nach dem Unvorhersehbaren kreisen. Laurens Krämer, einer der Überlebenden, wird uns von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten. Und so manch verbotenes Früchtchen wird den Rausch des Fernwehs und Abenteuers womöglich vollends zur Entfaltung bringen.

1. Von mir für Euch

"Die schweigende Welt des Roten Meeres" Samstag, den 12.12.2009, 18 Uhr

Ähnlich dem Genuss von Wein, sorgt auch das Tauchen für rauschartige Zustände, die solch typisch-angenehme Begleiterscheinungen wie eine überschwengliche Gemütsverfassung mit allgemeiner Hochstimmung, ein gehobenes Lebensgefühl größten Wohlbefindens, eine gesteigerte Lebensfreude sowie verminderte Hemmungen auslöst. Was für Gemütszustände die Kombination von beidem, Weingenuss und Tiefenrausch, bei Ihnen bewirkt, können Sie bei dem Diavortrag von Joachim Troll erfahren. Seit 25 Jahren photographiert und ertaucht er die rätselhafte Unterwasserwelt rund um unseren Planeten. Als versierter Kenner der teils dämonisch anmutenden Meeresbewohner, sowie aufgrund seines photographischen Könnens, blickt er nicht nur auf eine Reihe von Ausstellungen zurück, sondern auch auf Vorträge u.a. im Zoo und Naturkundemuseum Leipzig. Er eröffnet uns eine Welt, die wir vielleicht niemals zu Gesicht bekommen werden, die es aber lohnt, in unserem oberirdischen Dasein zu begreifen. Herrn Trolls Mysterien und meine verbotenen Früchte werden uns auf einer Wolke größten Erstaunens durch neue Galaxien schweben lassen.